Die seit Jahren erwartete Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) nimmt offenbar weiter Fahrt auf. Nach Angaben von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant das Bundesgesundheitsministerium, die Novellierung der GOÄ noch in diesem Jahr umzusetzen. Die Ministerin äußerte sich dazu beim Neujahrsempfang der Deutschen Ärzteschaft in Berlin.
„Die Notwendigkeit der GOÄ-Reform steht für mich außer Frage“, stellte Warken dort klar. Damit bekräftigte sie den politischen Willen, die bestehende Gebührenordnung, die seit Jahrzehnten nur punktuell angepasst wurde, grundlegend zu überarbeiten. Nach ihren Worten befindet sich das Ministerium bereits in Gesprächen zur inhaltlichen Ausgestaltung der Reform. Zudem sei im Bundesgesundheitsministerium ein strukturierter Arbeitsprozess auf Fachebene etabliert worden, um die weiteren Schritte vorzubereiten.
Auch aus der ärztlichen Selbstverwaltung kommen positive Signale. Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Klaus Reinhardt, hatte sich bereits in der vergangenen Woche zuversichtlich gezeigt. Die aktuellen Aussagen aus dem Bundesgesundheitsministerium werden in der Ärzteschaft daher als Hinweis gewertet, dass die GOÄ-Reform politisch weiter priorisiert wird.
Für privatärztlich tätige Ärztinnen und Ärzte sowie für Abrechnungsstellen ist die Reform von zentraler Bedeutung. Eine aktualisierte GOÄ könnte zu mehr Transparenz, einer zeitgemäßen Abbildung medizinischer Leistungen und einer besseren betriebswirtschaftlichen Planbarkeit beitragen. Konkrete Details zur Ausgestaltung oder zum Zeitplan des Gesetzgebungsverfahrens liegen bislang jedoch nicht vor.
Es bleibt daher abzuwarten, wie schnell die angekündigten Arbeiten in einen belastbaren Referentenentwurf münden und in welcher Form die Ärzteschaft in den weiteren Prozess eingebunden wird. Die aktuellen Signale aus Berlin lassen jedoch erkennen, dass die GOÄ-Reform im Jahr 2026 ein entscheidendes Stück vorankommen könnte.
Alles Wichtige zur geplanten GOÄ-Reform haben wir hier zusammengefasst.
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